Zweckverband

Sozialstation Mittlere Wetterau

Hainweg 4-6, 61203 Reichelsheim
Telefon: (06035) 8209100
E-Mail: info@sozialstation-wetterau.net

Schmerzmanagement

Phänomen Schmerz

Jeder kennt Schmerz und doch lässt sich das Phänomen nur schwer definieren. Die Schmerzforscherin Margo McCaffery schreibt: „Schmerz ist das, was der Betroffene über die Schmerzen mitteilt. Sie sind vorhanden, wenn der Betroffene mit Schmerzen sagt, dass er Schmerzen hat. “(McCaffery et. al 1997) Schmerzen beeinflussen das physische, psychische und soziale Befinden und somit die Lebensqualität der  Betroffenen und ihrer Angehörigen. Je nach Auslöser und Schmerzintensität ist es heute möglich, eine geeignete Therapie für jeden Betroffenen zu finden. Eine wirklich gute Schmerztherapie soll den Schmerz erträglich machen und dabei gleichzeitig mehr Lebensqualität bieten. Grundvoraussetzung für eine adäquate Schmerzbehandlung ist es, die Angaben des Betroffenen uneingeschränkt zu akzeptieren und zu respektieren.

Schmerzformen

Akute Schmerzen

 

  • Kurz andauernd, einige Tage oder Wochen, z. B. bei Verletzungen, Entzündungen oder nach Operationen.
  • Ursache ist bekannt.

Chronische Schmerzen

 

  • Lang andauernd, mindestens 6 Monate, z.B. Arthrose, rheumatische Erkrankungen, Wunden, Tumorerkrankungen, Osteoporose.
  • rsache bekannt oder unbekannt.

Das können Sie oder Ihre Angehörigen tun

Um eine individuelle Behandlung zu finden, ist es wichtig, die Stärke des Schmerzes zu bestimmen und zu erfassen. Ihr Arzt wird für Sie das geeignete Präparat mit einem Maximum an nötiger Wirkung und einem Minimum an Nebenwirkungen finden.
Sie ermitteln Ihre Schmerzstärke anhand einer Schmerzskala und tragen das Ergebnis regelmäßig in ein Schmerztagebuch ein. Auch das Ergebnis durch die Beobachtungen der Angehörigen ist wichtig und sollte im Tagebuch mit aufgenommen werden.

Was Sie über Schmerzmedikation wissen sollten

  • Eine regelmäßige Medikamenteneinnahme nach Anordnungen des Arztes in einem festen Zeitschema gewährleistet eine kontinuierliche Wirkstoffmenge im Körper.
  • Der Arzt sollte wegen der Wechselwirkung von Medikamenten unbedingt über die aktuelle Medikation informiert sein.
  • Verändern Sie keinesfalls die Dosierung und wechseln Sie nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt das Medikament.
  • Häufige Nebenwirkungen können Verstopfung, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, eingeschränkte Reaktionsfähigkeit und evtl. steigende Sturzgefahr sein.
  • Brechen Sie nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt bei evtl. auftretenden Nebenwirkung ihre Schmerztherapie ab.
  • Die Angst vor psychischer Abhängigkeit ist gerade bei den modernen Arzneimitteln mit
    verzögerter Freisetzung meist unbegründet.

Unterstützende Schmerztherapie

In Absprache mit dem behandelnden Arzt können nicht -medikamentöse
Methoden zur Schmerzlinderung angewandt werden.

  • Hitze- oder Kälteanwendungen
  • Akupunktur und -pressur, therapeutische Berührungen
  • Atemübungen, Meditation, Entspannungsübungen
  • Aromatherapie

Jede nicht-medikamentöse Maßnahme ist sinnvoll, wenn der Betroffene sie als  (Schmerz-) Linderung empfindet.

Bei Fragen steht Ihnen das Team der Sozialstation „Mittlere Wetterau“ gerne zur Verfügung.

Petra Caspari

Verwaltungsleitung

Telefon (06035) 8209101
E-Mail info@sozialstation-wetterau.de

Helena Braun

Pflegedienstleitung, Pflegefachkraft

Telefon (06035) 8209102
E-Mail info@sozialstation-wetterau.de